Wie sieht die Zukunft der gedruckten Bücher im digitalen Zeitalter aus?

Seit Jahrhunderten ist das geschriebene Wort ein Übermittler von Informationen von einer Generation zur nächsten – es fängt die Gedanken, Bilder und Erzählungen von Schriftstellern ein, die von neugierigen Personen nach Belieben verfolgt werden können. Von Geschichten über Fakten bis hin zu wertvollen Recherchen, die Rolle des Mediums ist unwiderlegbar, ebenso wie seine Position in der Gesellschaft – sie sind Werkzeuge der Transformation und der Aufklärung; Wissen bewahren, damit alle es lesen können.

Seit Jahrhunderten haben wir gesehen, wie sich dieses Wissen in Form von gebundenen Büchern manifestiert. Von den Schriften Lau Tzus bis hin zu religiösen Texten hat die Entdeckung von Papier und Tinte durch den Menschen zur Entstehung unzähliger Bibliotheken geführt. Bücher sind seit jeher das wichtigste Mittel zur Kodifizierung einer Vielzahl von Ideen – ein Status, der sich bis heute nicht verändert hat, aber mit dem Aufkommen der Technologie im 21. Jahrhundert. Mit der verbesserten Leistungsfähigkeit von Computern, Tablets und Mobiltelefonen haben wir jetzt eine völlig neue Plattform für das Hosten von Büchern.

Elektronische Bücher oder E-Books ermöglichen das Hosten ganzer Bibliotheken auf etwas so Einfachem wie einem tragbaren Smartphone. Sie sind von Natur aus tragbarer, schneller zugänglich, einfacher zu speichern und ermöglichen bei besonders forschungsorientierten Büchern die Einbindung von Hyperlinks, die eine effiziente Möglichkeit sind, mehr zu erfahren; leicht reproduziert, ohne dass Druckkosten anfallen oder die Gefahr von Beschädigung, Verschlechterung oder Verlust besteht. Tatsächlich haben E-Books in Bibliotheken ihre eigene Heimat gefunden und sind in der Ausleihe auf dem Vormarsch – fast gleichauf mit physischen Kopien, da Bibliothekare ihre Sammlungen von E-Books weiter ausbauen1.

Es ist leicht zu erkennen, wie die Gesellschaft der Zukunft einfach Tausende von Seiten mit Informationen auf einen Fingerstreich zugreifen kann – effizient, schlanker und durchweg vielseitiger.

Wie sieht die Zukunft der Bücher in der Welt angesichts solcher Verbesserungen und Funktionen aus? Vielleicht überraschend besser, als man es erwarten könnte.

Die Zukunft des Buches geht einher mit den Nachteilen des Mediums E-Book sowie einem kleinen Extra2. Das elektronische Medium ist trotz all seiner Vorteile sehr leicht zu beschädigen und zu zerstören. Die falsche Tastenkombination kann leicht ganze Bibliotheken mit Literatur löschen. Und sollte das Gerät selbst in irgendeiner Weise beschädigt werden? Es könnte den Zugriff auf alle Bücher einschränken, vielleicht unwiderruflich. Dieser Schaden könnte durch die Tatsache ausgeglichen werden, dass es einfach ist, Kopien von E-Books zu erstellen, aber selbst dann ist es weit entfernt von der robusten Haltbarkeit physischer Kopien, die schwerer zu zerstören sind. Manche Leute finden E-Books im Vergleich zu normalen Büchern schwieriger, sich daran zu gewöhnen und daraus zu lesen, obwohl auch dies durch kontinuierliches Lesen und einfache Gewöhnung an das neue Format ausgeglichen werden kann. Bücher sind nicht an die Akkulaufzeit gebunden und können mit Vorsicht fast unendlich oft gelesen werden. Aber der vielleicht größte Faktor für die Überlebensfähigkeit von Büchern ist die einfache menschliche Sentimentalität.

Oft bilden wir als Kultur bestimmte Assoziationen mit Objekten, die ihnen einen Mehrwert oder eine Bedeutung verleihen, als sie es sonst hätten. Wir verherrlichen sie, bereichern ihren Status und machen sie zu wichtigen Symbolen. Bücher werden seit Jahrtausenden mit Wissen und hoher Intelligenz in Verbindung gebracht. Wir haben mentale Bilder in unseren Köpfen von unseren Großvätern, die auf der Suche nach verlorenem Wissen über dicken ledergebundenen Wälzern brüten, und diese mentale Vorstellung hat sich weiterentwickelt und gewinnt im Laufe der Zeit an Bedeutung. Obwohl eBooks auf dem Vormarsch sind, ist die Leserschaft von Büchern weder gesunken noch sind ihre Raten gesunken, es bleibt für immer das monopolisierende Medium für die Übertragung des geschriebenen Wortes.

Vielleicht können wir eines Tages in der Zukunft, vielleicht wenn die Technologie viel tiefer in unserer Gesellschaft verankert ist, erwarten, dass physische Bücher an Popularität verlieren und vielleicht relativ nicht mehr verwendet werden. Trotzdem, bei der endlosen Romantik, der Verlässlichkeit und der schieren Bindung, die wir an Büchern haben, ist ein solches Szenario noch lange, lange weg.

Anmerkungen

1. Justin Littman und Connaway Lynn Silipigni, ‚A Circulation Analysis Of Print Books And E-Books In An Academic Research Library‘, Library Resources & Technical Services 48, Ausgabe 4 (2004): 256-262.

2. William H Walters, ‚E-Books in Academic Libraries: Challenges for Acquisition And Collection Management‘, Portal: Libraries And The Academy 13, iss 2 (2013): 187–211.

Literaturverzeichnis

Littman, Justin und Connaway Lynn Silipigni. ‚Eine Verbreitungsanalyse von gedruckten Büchern und E-Books in einer akademischen Forschungsbibliothek‘. Bibliotheksressourcen und technische Dienste 48, Ausgabe 4 (2004): 256-262.

Walters, William H. ‚E-Books in akademischen Bibliotheken: Herausforderungen für die Beschaffung und das Sammlungsmanagement‘. Portal: Bibliotheken und die Akademie 13, iss 2 (2013): 187–211.


Source by Alina Javed Siddiqui

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